Ármann les uppúr Vinjettum VI
Ármann Reynisson liest aus den Vinjettur VI in Grindavík.
Foto: Þorsteinn Kristjánsson.

Kurzbiografie

Ármann Reynisson wurde 1951 in Island geboren. Im wirtschaftlichen und kulturellen Leben seiner Heimatinsel spielte er eine signifikante Rolle nach seiner Rückkehr von The London School of Economics 1982.
Stets unkonventionell, galt Ármann Reynisson im isländischen Umfeld sowohl als frei von bindenden Traditionen, wie auch für widersprüchlich. Nach seinem Studium und der Rückkehr nach Island wirkte er als einflußreicher Pionier moderner Geschäftspraxis in der Finanzszene, zu einer Zeit, als Island Jahrzehnte hinter den meisten anderen europäischen Nationen zurückblieb. Eine Zeit lang leitete Ármann Reynisson erfolgreich eine Reihe von Firmen diverser Sektoren. Als Kulturförderer unterstützte er junge und talentierte Musiker, und seine anspruchsvollen Parties erfreuten sich bei allen Kreisen der Gesellschaft besonderer Beliebtheit.
Ármann Reynissons Firmen und Privateigentum wurden so gut wie über Nacht ruiniert, als diverse isländische Behörden seine Existenz praktisch über Nacht in Zweifel zogen. Ihnen fehlten damals Erfahrung und Weitblick in jener geschäftlichen Praxis, die heute gang und gäbe ist.  Ármann Reynissons Leben lag praktisch in Trümmern, und ihm wurden normale Menschenrechte vorbehalten. Es folgten fünf Jahre mit langwierigen Verhandlungen von einem Gerichtshof zum anderen, die schließlich in einem Jahr Strafvollzug gipfelten. Später sollte sich herausstellen, daß Ármann Reynisson angeklagt und verurteilt wurde, weil er seine Geschäfte in einer Art und Weise betrieb, die in aller Welt verbreitet war und sich heute im heutigen Island in vollem Einklang mit den öffentlichen Gesetzen befindet.
Diese sechsjährige Periode führte zu grundlegenden Veränderungen im Leben des Autors sowie zu wesentlichen Änderungen seiner Lebenshaltung. Anstatt aufzugeben, als sich die Welt gegen ihn zu stellen schien, startete er ein neues Unternehmen, das er von seinem Heim aus betreibt. Damit wendete er sich von Bequemlichkeit und Luxus ab und pflegte Meditation, Sport und die Hingabe zur Natur.
Diese dramatischen Wechsel in seinem Leben erschlossen ihm neue Einblicke in das Leben und alles Menschliche. Er sah, was tiefer liegt und sich der Oberfläche entzieht. Im August 2000 brachte ihn der Drang zu schreiben schließlich dazu, die ersten Vignetten niederzulegen. Damit war das Eis gebrochen, und seit dieser Zeit riß der Fluß so gut wie nicht ab. Nun liegen zehn Vignettenbände vor, in zehn Jahren entstanden. Darüberhinaus zeigte sich nach dem Erscheinen des ersten Bandes, daß Ármann Reynisson mit den Vignetten ein neues Genre isländischer Literatur etablierte, deren stolze Geschichte mehr als ein Jahrtausend bis hin zu den Tagen der Sagas umspannt.

 
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